charlotte Kerner Biographie

Charlotte Kerner wurde am 12.11.1950 in Speyer geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie studierte Volkswirtschaft und Soziologie in Mannheim und arbeitete zunächst in einem stadtsoziologischen Forschungsprojekt. Daran schlossen sich jeweils einjährige Studienaufenthalte in Kanada (1976) und China (1978) an. Über ihre Erfahrungen in China und die Stellung der chinesischen Mädchen und Frauen schrieb sie zusammen mit einer Sinologin ihr erstes Buch. Charlotte Kerner lebt heute mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Lübeck.

Im Jahre 1979 gewann Charlotte Kerner den ersten Preis im Wettbewerb »Reporter der Wissenschaft« über eine Frauenselbsthilfegruppe nach Krebsoperationen. Sie arbeitete drei Jahre als Pressereferentin der Stiftung Jugend forscht (1980–1983). Als Stipendiatin der Robert-Bosch-Stiftung hospitierte sie 1984 bei der Deutschen Presseagentur (dpa) und im Wissenschaftsressort der ZEIT. Das besondere Interesse der Journalistin gilt bis heute medizinischen Themen, wobei immer die Menschen und menschliche Extremsituationen ihre Neugier wecken. Charlotte Kerner schreibt u.a. für DIE ZEIT und EMMA.

Als Buchautorin hat sich Charlotte Kerner insbesondere durch ihre Frauenbiographien einen Namen gemacht. Zuletzt veröffentlichte sie, unter dem Titel »Die Nonkonformistin, die Lebensgeschichte der Architektin und Designerin Eileen Gray«. 1987 erhielt Charlotte Kerner zum ersten Mal den Deutschen Jugendliteraturpreis (Sparte Sachbuch) für »Lise, Atomphysikerin. Die Lebensgeschichte der Lise Meitner«. Im Verlag Beltz & Gelberg erschienen von ihr außerdem »Seidenraupe, Dschungelblüte. Die Lebensgeschichte der Maria Sibylla Merian« und »Alle Schönheit des Himmels. Die Lebensgeschichte der Hildegard von Bingen«. Herausgegeben hat Kerner auch die zwei Anthologien über Frauen, die den Nobelpreis bekamen »Nicht nur Madame Curie« sowie »Madame Curie und ihre Schwestern«. Beide Bände standen auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, ebenso wie die Zukunftsgeschichte »Geboren 1999«, die in mehrere Sprachen übersetzt und fürs Fernsehen verfilmt wurde.

Für den Roman »Blueprint – Blaupause« wurde sie im Jahr 2000 wiederum mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis (Sparte Jugendroman) geehrt. »Blueprint« erscheint in Spanien, Dänemark, Griechenland, Slowenien, Italien, Estland, den Niederlanden, Korea, Taiwan, Japan und den USA. Der Roman diente als Vorlage für den aktuellen Kinofilm mit Franka Potente in den beiden Hauptrollen Iris und Siri. Filmstart ist der 1. Januar 2004.

Die GEDOK Schleswig-Holstein zeichnete Charlotte Kerner 1997 mit ihrem Literaturpreis aus. In der Laudatio heißt es über Charlotte Kerners Werke: »Jedes ihrer Bücher ist eine Lesereise in eine neue Welt.«

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