Charaktere Prof. Mortimer G. Fisher
Professor Mortimer G. Fisher

Professor Fisher spielt in diesem Roman vor allem als Wissenschaftler eine Rolle, der in der Lage ist, das Klonen von Siri durchzuführen. Im Verlauf des Geschehens kommt es zu einem einmaligen sexuellen Kontakt zwischen Iris Sellin und dem Professor, aber viele Jahre nach dem Klonen. Für die Handlung spielt diese sexuelle Beziehung keine Rolle; man kann sie aber als nachgeholte „natürliche Schwängerung“ betrachten. Siri hingegen hat den Professor zeitweilig sogar als ihren „natürlichen“ Vater angesehen, dessen längliche Finger sie gern geerbt hätte. Bei der Beerdigung der Mutter kommt es zu einer letzten Begegnung zwischen dem Professor und Siri, aber sie endet in einem Fiasko. Siri kann dem Professor die Rolle, die er bei ihrer „Menschwerdung“ gespielt hat, nicht verzeihen. Sie fühlt sich in seiner Gegenwart wie ein kleines Mädchen. Und er behandelt sie auch so und gibt ihr Ratschläge für ihr weiteres Leben. Siri kann sich deswegen auch nur wie ein kleines Mädchen wehren und spuckt ihn an: „Zweiundzwanzig war ich und kein Kind mehr, aber in Fishers Nähe fühlte ich mich immer so klein und hilflos und gleichzeitig stieg eine furchtbare Wut in mir hoch.“. (S. 159) Sie gingen in verschiedene Richtungen auseinander und haben sich nicht wiedergesehen. Damit ist für Siri auch das Kapitel „Mortimer G. Fisher“ beendet.

Die Begegnung mit Fishers Sohn auf ihrer Kunstausstellung zehn Jahre später führt bei Siri zu einer Widerspiegelung alter Gefühle, und zwar der eigenen und der ihrer Mutter, aber es wird deutlich, dass diese Gefühle bewältigt wurden und sie nicht mehr tiefer berühren können.

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